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| Werkzeuge - über günstige Werkzeuge und Maschinen und den deutschen markt |
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Wenn schon in Deutschland die Anzahl der Firmen die noch Werkzeugmaschinen im günstigen bis kleinen gewerblichen bereich produzieren immer weiter gegen null zuläuft, so kann man dennoch festhalten, dass im Bereich von Werkzeugen noch ein Großteil der in der Industrie
eingesetzten Werkzeuge im eigenen Land gefertigt wird. Ein Beispiel dafür sind zum Beispiel Sägeblätter für die unterschiedlichen Maschinen wie kreissäge oder kappsäge, Formatsägen oder doppelgehrungssägen und Radialarmsägen.
Zwar findet sich auch hier ein starker Wettbewerb, vor allem im östeuropäischen Raum, die heimischen Firmen können sich derzeit aber noch gut mit der Situation zurechtfinden. Die ehemals hohen Gewinnspannen bei Sägeblättern
sind zwar nicht mehr zu erreichen - dieses hat aber für den verbraucher den Vorteil, dass auch hochwertigste Kreissägeblätter nun zu einem erschwinglichen Preis verfügbar sind.
Gerade im Bereich der Handkreissäge kostet ein gutes Sägeblatt kaum noch über 20 Euro.
Das sich diese Situation nicht ändert liegt aber auch im Kaufverhalten jedes einzelnen. Nur wenn eine konstant hohe Nachfrage bestehen bleibt, lohnt es sich für die wenigen (und es sind nur noch sehr wenige Hersteller verblieben, die im hochwertigen bereich fertigen). Hersteller weiterhin in Deutschland zu produzieren. Vor einigen Jahren, als die großen Maschinenhersteller dazu übergegangen sind bei Neumaschinen die Werkzeuge günstig im Ausland dazuzukaufen, konnte man das schleichende Sterben vieler Produzenten live miterleben. Das dieser Prozess zum Stillstand gekommen ist, liegt auch an der Initiative vieler
Werkzeughändler, die sich gegen Billigware gestemmt haben und auch bei rückläufigem Volumen weiterhin an hochwertigen Werkzeugen festhielten.
Im Bereich der Werkzeugmaschinen sieht das Bild gänzlich anders aus.
Holzspalter oder auch Bandsägen werden so gut wie nicht mehr in Deutschland produziert.
Wer als Maschinenhändler nicht schmerzhafte Umsatzeinbrüche hinnehmen wollte, musste auf ausländische Produkte zurückgreifen, oder zumindestens alternative Produkte im Verkaufssortiment für die Kunden bereitstellen.
Im Bereich der Bastler und Heimwerker finden sich, bei stationären Maschinen, somit viele noname Produkte, oder Maschinen von billigproduzenten im heimischen Keller. Dieser Prozess hat sich durch diverse Auktionsplattformen auch bis heute nicht gewandelt, sondern bleibt verstärkt bestehen. Immer mehr Menschen greifen, auch bedingt durch die Lohnproblematik und der stetig ansteigenden Inflation, lieber zu 2 günstigen Maschinen, als zu einer hochwertigen.
Was bei einer Bandsäge oder einer Kreissäge kaum zu merken ist, besitzt in der Wucht der masse jedoch gefährliche Tendenzen. Da sich immer weniger Menschen für "made in Germany" entscheiden lohnt es für viele hersteller nicht mehr die Produktion an diesem Standort aufrecht zu erhalten. Arbeitsplätze gehen verloren und somit auch ein Großteil von Wissen und know-how, von der Kaufkraft ganz zu schweigen. Im Laufe der zeit kommt es dann an den Punkt, bis ganze industriezeige lediglich noch als Rumpf, oder gar nicht mehr vorhanden sind.
Der sichere Untergang ist damit so gut wie vorprogrammiert. Maschinenhändler wie wir werden sich auf solche prozesse immer einstellen können - Prinzipiell liefern wir genau die Maschinen, die der markt gerade verlangt. Ein fader beigeschmack jedoch bleibt dabei bestehen, denn wir wissen, dass es deutlich besser und vielleicht sogar günstiger ginge, wenn nicht das kaufverhalten der letzten Jahre (oder Jahrzehnte) die heimische Produktion zerstört hätte.
Denn : Egal ob Werkzeug oder Maschinen : Nach einer ersten Phase des Preisverfalls steigen auch bei den ausländischen produzenten die Preise spätestens im jährlichen Rhythmus. Gerade im mittleren Segment ist man so auch hier schon bei zweistelligen tausenderbeträgen angekommen. Zu diesem Preis hätte man problemlos auch im eigenen Land produzieren können, denn alleine die Importkosten tragen nicht selten bis zu 15% zu Gesamtpreis bei.
Letztendlich bleibt festzuhalten, dass jeder selbst seines Glückes Schmied ist : oder man bekommt halt genau das, wofür man bezahlt.
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